Report: Strenesse Blue auf der Fashion Week
Schlicht, schön aber immer aufregend, spannend & frisch:

Auch dieses Jahr meisterte die Designerin, gerade bei der präsentierten Damenmode, die Gratwanderung zwischen, Weiblichkeit, Sexappeal und Business-Stil.
Schlüsselerlebnis zu diesem Formgefühl erlebte Gabriele Strehle schon 1971 auf einer Modenschau von Yves Saint Laurent in Paris:
“YSL war nun für mich der neue Befreier der Frauen – der Hosenanzug, das war es doch, wonach wir uns sehnten. Er war für eine Zukunft, in der Frauen endlich ins Business, in die Chefetagen einziehen würden, das angemessene Outfit.” Es gibt “viele Möglichkeiten, den Hosenanzug zu dem Kleidungsstück zu machen, in dem Frauen unverkennbar als Frauen jede noch so steile Karriereleiter würden hinaufkraxeln können.” “Die Verweiblichung des Anzugs ist ein Gedanke, der mich bis heute begeistert”, schreibt Gabriele Strehle in ihrer Biographie “Ob ich das schaffe”.
Der Hosenanzug für die Frau, war auch am Samstagmorgen dabei, und machte Freude auf einen sexy, aufregenden, spannednen, aber immer eleganten Sommer.
Es wird spannend:

Ohnehin, heißt es bei dem Label Strenesse Blue:
Mehr Strehle – mehr Spannung und Spannungen in der Mode, denn die junge Blue-Linie wird nicht alleine von Gabriele Strehle (Foto:rechts) entworfen, nein auch Victoria Strehle (Stieftochter von Gabriele Strehle – Foto:links) kreiert die Modelinie mit.
Nun heißt es also 3mal Strehle: Auch Gabrieles Mann Gerd Strehle ist mit von der Partie, zwar nicht als Designer aber als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens mit Stammsitz in Nördlingen.
Hier passt der Spruch: Familie ist wie Fisch – nach drei Tagen fängt’s an zu stinken wohl nicht, denn zusammen gelang es die Marke weltweit zu etablieren.
So sollte es überall sein.
Unterschiede im Typ, im Charakter, im Design, im Styling -¦ vielleicht müffelt es doch manchmal ein wenig in der Design-Schmiede Strenesse, doch Frau Strehle setzt dem Thema auf morgenpost.de folgendes, positiv entgegen:
“Es kommt eben deshalb etwas dabei heraus, weil es nicht glattgeht. Nur das, was nicht glatt ist, passt nach Berlin, passt zur Fashion Week, die sich selbstbewusst abhebt von den Schauen in Paris oder Mailand, von Modespektakeln in London oder New York.”
Die Modenschau
Auf der Show standen abermals reduzierte Silhouetten im Kontrast zu sanftem Volumen.
Schmale aber immer lässige Schnitte und eine zurückhaltende aber wohl gewählte Coloration, bestehend aus warmen Farben wie Beige oder verschiedene Beerentöne machten das Bild perfekt.
Mit dem Akzent in der Taille zeigte uns auch Strenesse Blue, dass die Taille im Sommer 09 wieder dort hin wandert, wo sie herkommt, und wirklich sitzt.
Und wenn es keine Teilungsnaht, nicht er Schnitt oder die Silhouette ist, die diesen Akzent setzt, dann ist es ein modisches Accessoire wie bspw. ein eleganter Ledergürtel der im Sommer 2009 ganz lässig geknotet werden darf.
“Model Toni Garrn eröffnete die Show und in der ersten Reihe applaudierten Kim Cattrall, Luca Gadjus, Alexandra Maria Lara und Christoph Metzelder der – wie immer – tragbaren Mode von Garbiele Strehle.”
So hat glamour.de eine passende Einleitung gefunden:
Bildquelle: Media Newsroom auf media.daimler.com
Die Männermode kam auch nicht zu kurz, und fand ihren Platz in der Show.
Wenn es nach den Designerinnen geht, sind es im kommenden Sommer wohl die Männer welche Einkaufen gehen, sich durch kalte Fleisch und Käse-Theken wühlen um vor dem Supermarkt einen Hitzeschlag zu bekommen und dann den ganzen Kram durch die aufgeheizte City nach Hause schleppen.
Oder warum hatten Sie auf dem Catwalk, als auch auf der aktuellen Webside des Labes so goße Handtaschen dabei?
– Wie dem auch sei, diese Idee passt auch irgendwie wunderbar zu der Philosophie.

Strenesse reflektiert selbst das Event, und beschreibt in diesem Zusammenhang die aktuelle Kollektion wie folgt:
Die Kollektion ist frech und frivol, ungeschminkt und ungeniert. Aufregend.
STRENESSE BLUE kombiniert im Frühjahr/Sommer 2009 schmale Hemden mit breiten Gürteln, duftige Stoffe mit derben, leichte Kleidchen mit „Summer-Booty“ Schuhen, verführerische Outfits mit virilen Trenchcoats.
Die verschiedenen Looks sind Momentaufnahmen im Leben einer jungen Frau.
Auch bei den Männern ist STRENESSE BLUE die Kollektion des leichten Sinns.
Körperbetont, aber lässig. Das weiße Hemd steht für die ganze Kollektion: knapp, anliegend, mit nähten vorn, über die Hose getragen, ist es raffiniert unkompliziert.
Einfach gut, würden die Berliner sagen.
strenesse.com