Actual State
Ist-Zustand Oktober 2011
Das Hier und Jetzt zu beschreiben ist nicht einfach, doch welche Eigenschaft sehr deutlich zu erkennen ist, ist die Müdigkeit im Bezug zur Variation. Liegt es an der Verkaufsstrategie in Deutschland, die nicht wirklich vielseitig ist? Store an Store oder doch nur Store in Store. Sind unsere Gedanken zur Mode nur praktisch veranlagt? Fehlt uns das Guerilla Marketing, das etwas Andere? Die Überraschung?
Die Antwort darauf wird durch die Bekanntheit der kleinen skandinavischen Marken und Designer gegeben. Ein klares Nein, nicht nur praktisch veranlagt. Auch ohne viel Überraschung können wir sie alle überraschen. Noch nie war der Einfluss der skandinavischen Mode auf Unsere so groß. Acne startete eine beachtliche Erfolgskurve in Deutschland sowie darüber hinaus und auch die in allen Zeitschriften erwähnte Marlene Birger, die über Nacht weltweit bekannt wurde, ist ein gutes Beispiel. Die Marke Acne vermarktet ihre Produkte nicht, sondern wurde durch Mundpropaganda bekannt, denn durch die abstrakten Formen und Schnitte heben sie sich mehr von anderen ab. Marlene Birgers verspielter und mädchenhafter Stil, durch Perlen und feinen Strass-Steinen verfeinert, geprägt von guter Qualität, wurde durch den „Streetstyle“ bekannt.
Wenn wir mehr anstreben als Arbeitskleidung( Köche oder Kellner), recherchieren wir bei Topshop.com oder net-a-porter.com den neuen Designerstücken hinterher. Dann würden sich nicht, die erfolgreichen Marken überlegen Onlineshops und Stores in Deutschland auf zu machen. Hamburg- Eppendorf, da haben wir die Möglichkeit, die neuen Kollektion von Marlene Birger zu betrachten, aber nicht nur da sondern auch auf net-porter.com. Ja, wir haben meistens nicht den Freiraum um die Kreativität uns so auszuleben wie die Skandinavier. Doch wenn es schon bei der Unternehmensphilosophie anfängt, haben die Designer letztendlich keine Chance.
Was muss geändert werden? Das Preisniveau? Die breite Masse mit seiner Kollektion anzusprechen, das steht sehr oft in Deutschland an erster Stelle. Dagegen stehen höhere eigene Produktionskosten, wenn die Zielgruppe nicht so groß ist und die Massenproduktion nicht stattfindet. Mehr verspielt und nordisch, einfach stylisch!
Es liegt an der Einstellung, die sich im Laufe der Jahre verändert hat. Eine Mode- und Textilstudentin versucht nicht nur im Bereich Marketing, Management, BWL und Buchhaltung gut zu sein, es ist der Bereich Design der verstanden werden muss, um in der Branche aktuell zu sein. Genau so läuft es auch mit dem Bekleiden der Deutschen. Über den Schwellenrand hinaus sich mit dem Thema Mode und Ausdruck beschäftigen. Den 7ten Sinn für den eigenen Stil entwickeln. Mit Beuteltasche die Welt erkunden.
“I try to move on. Whatever it was, Whatever it was. There’s nothing now. You changed. New Age.“ Das Lied New Age von Marlon Roudette steht nicht umsonst auf Platz 1 der Musikcharts in Deutschland. Es ist Zeit die Tore der Mode zu öffnen und uns selber zu überraschen, über die eigenen Grenzen zu gehen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Mehr über Annika Schulz erfahrt Ihr hier.
In ihrer wöchentlichen Kolumne lässt Euch Annika in die kreative Welt der Modemanagement-Studenten eintauchen. Immer Donnerstags auf mode-blog.eu!
Viel Spaß dabei.





