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Dem (Mode)-Trend auf der Spur!

Wenn etwas “in” ist, ist dieses Etwas dann ein Trend oder nur “in Mode”? Moden & Trends? Was unterscheidet eigentlich einen Hype von einem Trend? Was ist ein Trend überhaubt?





Trend-Recherche


Trend- suchst du noch oder findest du schon ?

Das Internet wird schon lange, als Informationsquelle verwendet, dort wo früher Bücher hergehalten haben um sich zu informieren, sich zu bilden, wird zunehmend das Web genutzt.
Jene, die wirklich hochwertige Informationen, zu egal welchem Thema recherchieren möchten, nehmen die freie Enzyklopädie Wikipedia als erste Anlaufstelle um an die entsprechenden Suchergebnisse zu gelangen.
Suchergebnisse? – Das ist das Schlagwort, welches unweigerlich zu dem Aspekt Suchmaschine weiterleitet, ach was rede ich von Suchmaschine – Wir können auch gleich Google sagen, denn Goolge ist wohl diejenige Anlaufstelle welche der andere Teil der recherchierenden Personen verwendet.
Nichts desto trotz, das erste Suchergebnis, welches ausgespuckt wird, suchen wir nach Trend ist abermals die freie Enzyklopädie. – Beruhigend, denn hier finden wir entsprechend sehr gute Informationen über das Thema Trend / Trends.

Es mag aber auch Menschen geben, die Wikipedia nicht in dem Maße schätzen und Ihre Informationssammlung auf weitere Ergebnisse ausweiten. – Verständlich, denn man möchte verschiedene Quellen, unterschiedliche Meinungen und Betrachtungswinkel einholen, um sich ein möglichst objektives Bild zu schustern.

Wagen wir also einen Blick nach „unten“ und schauen uns die folgenden Suchergebnisse der Suchmaschine “Google” zum Keyword: Trend an:

Hingegen dem ersten Suchergebnis sind viele der folgenden, welche unter den betriebswirtschaftlich relevanten gelistet sind (das sind nach Statistik die ersten 10), in keinster Weise diejenigen, welche das Groh der Suchenden als Ergebnis erhalten möchte.

Direkt unter Wiki, eine Online-Zeitung, welche über vieles Berichtet, unser Verlangen nach Infos zu dem Begriff Trend jedoch in kaum einer Weise stillt. Ein Wirrwarr von Viel. – Weniger aber mit dem Fokus auf Trend wäre uns lieber.

Gefolgt wird diese Online-Zeitung von einer Webseite, welche unter der Domain: www.trends.de betrieben wird – Sicherlich, es mag einige Internetuser geben, die ohnehin auf der Suche nach modischen Wohngegenständen wie Möbel und Wohn-Accessoires sind, dennoch uns bringt das, was hier vorgestellt wird, nicht weiter.

Vielleicht wird das nächste Suchergebnis offenbaren was ein Trend ist oder zumindest Trends aufzeigen?
Ja, wir haben Glück! Zumindest der Teil von uns, welcher sich für Keyword-Trends interessiert.
Denn dieses Suchergebnis eröffnet uns einen Service der Suchmaschine selbst: „Google Trends“, mit diesem Service, können zum einen Keywords anhand des Suchvolumens auf Trends untersucht werden, zum anderen können Webseiten anhand der täglichen Besucher auf Trends untersucht werden.
Nun gut, wirkliches Glück haben wir doch nicht gehabt, denn ich gehe sehr stark davon aus, dass die Masse der Personen, welche das Wort: Trend recherchieren, nicht einen solchen Service suchen. Im Hinblick auf die oft so stark in den Vordergrund gestellten Bemühungen der Suchmaschine selbst, ihre Suchergebnisse auf ihre Qualität hin zu optimieren, möchte ich an dieser Stelle einen Hauch an Kritik üben!

Wir wagen einen weiteren Versuch und schauen uns das nächste Suchergebnis an: Wer ein neues Notebook sucht, trifft hier genau ins Schwarze! Wir, die danach suchen, was ein Trend ist, werden abermals endtäuscht.

Dieses Spiel können wir noch etwas weitertreiben, aber wer weder auf der Suche nach Massivholzmöbeln, oder neuer Software ist, der wird endtäuscht, endtäuscht, endtäuscht.

Jetzt ist genug, ohnehin ist es überfällig – Jetzt betrachtet Mode-Blog.eu das Thema Trend.

Netzwelten


Das Thema Trend im Internet

Trend, Trend, Trend, ein riesen Begriff, welcher, das haben wie bereits in der Einleitung zu dem heutigen Report gesehen von Massen gerne, und plakativ verwendet wird.

Blicken wir auf unser Blog-Thema, das Thema Mode, Fashion & Lifetsyle, so stellen wir abermals fest:
Auch hier reißen sich die Massen der Medien den Begriff Trend ans Revers. Mode-Shops adeln ihre frisch eingetroffenen Kollektionen, Ihre neusten Schuhe, ihre modischsten Accessoires zu Trends – Gerahmt in h1-h4 wird die Propaganda-Trommel geschlagen, und die in der Einleitung schon so oft genannte Suchmaschine wird dazu eingeladen den neusten Trend wieder etwas weiter „oben“ zu listen.
– Verständlich, denn jeder Shop-Betreiber aus der Mode- und Fashion-Branche, wie auch andere, haben nur ein Ziel im Visier, und da möchte ich auch nicht meckern, wenn es da Shops gibt, denen ein Trend nicht genug ist.
– Man munkelt es gibt selbst welche, die direkt 7Trends anbieten ;) .

Trends versprechen, die Zukunft zu verraten und erfreuen sich deshalb in den Medien einer gewissen Popularität.

Auch Communities nutzen die Vorzüge des so starken Begriffs Trend und setzen sich öffentlich, so gerade auf einer der renommiertesten Fashion-Communities gelesen, zum Ziel im Punkto Fashion & Trends meinungsbildend zu werden. – Meinungsbildend ?

Die Modebranche, die Textilindustrie lebt zwar, sofern es sich um Bekleidungen handelt, von den Geschmacksvorgaben des Publikums, dieses Publikum jedoch kleidet sich nach den Mode- und Textilvorgaben der Industrie. Entsprechend kann also nur ein kleiner Teil dessen, was als Trend gehandelt wird, eine nachvollziehbare und systematische Begründung vorweisen. Wir erkennen bereits hier, der Begriff: Trend ist ein komplexer, welcher sich in seiner optimistischsten Fassung durch die verschiedensten Einflüsse bildet, und ich stelle die Frage in den Raum, ob Fashion-Communities, so wie wir sie aus dem deutschsprachigem Netz kennen, dem Anspruch meinungsbildend zu werden, überhaupt gerecht werden können?
Wie viele unter den angemeldeten Usern dieser Sozialen Netzwerke sind Trendscouts? Es können nicht viele sein, denn das Nutzerbild der besagten Netzwerke ist all zu oft von Teenagern geprägt, die gut und gerne, aber auch maximal als modebegeisterte Menschen durchgehen können. In den angegliederten Mode-Blogs dieser Netzwerke wird ebenso wenig meinungsbildend gearbeitet, denn die Masse dieser Weblogs, sind lediglich Rezipienten, und Sprachrohr von PR-Agenturen, welche die wirkliche Branche vertreten. Es wird aufgenommen, im optimalen Falle etwas bunter, etwas frischer verpackt und anschließend publiziert.
Bedauerlich, dass die Domain www.ikarus.de bereits vergeben ist, denn diese wäre wenigsten ein Titel unter dem ich ein solches Gehabe legitimieren würde.

Ich möchte nicht zu sehr über das Vorgehen dieser Netzwerke wettern, denn auch hier, auf Mode-Blog.eu wird ab und an, ich muss es gestehen, ein fälschliches Bild über den Begriff Trend vermittelt.
Dennoch, mit dem heutigen Bericht, möchte ich der “babylonische Verwirrung” Einhalt gebieten.

Genug dieser Ausführungen, und doch ein paar letzte Worte möchte ich unter dieser Überschrift des Berichtes fassen:
Ich erwarte in keinster Weise, dass jeder Besucher des Modemagazins, der diesen Report lesen wird, alles was ich schreibe abnickt. Ich bin mir Bewusst darüber, dass sicherlich Wiedersprüche laut werden, ich hoffe jedoch, dass diese Wiedersprüche leidenschaftlich sein werden. Und ist der Leser durch seine andere Meinung wutentbrannt, so wütend, dass er etwas tut, so bin ich beruhigt, denn etwas tun, etwas aus Leidenschaft tun, das ist der Punkt oder etwa nicht?

Der Frage nach dem Trend auf den Grund gehen…


Dass der Begriff Trend in den Medien derart, entschuldigt meine provokante Ausdrucksweise, vergewaltigt wird, ist niemandem zur Last zu legen, denn stellen wir uns nun endlich die elementare Frage, was ein Trend oder gar Trendforschung ist, gibt es darauf nicht wirklich zufriedenstellende Antworten.
Trotz dem musst du jetzt nicht gleich das kleine “x” oben rechts klicken, denn ich werde versuchen die seltsamen Beziehungen welche die unterschiedlichsten Faktoren zu einem Trend wachsen lassen nachvollziehbar zu erläutern, um dem Trend einen Charakter zu geben.

Nicht einfach, denn selbst in meiner Ausbildung zum Modedesigner (Für den Beruf des Trendscouts bspw. gibt es keine Ausbildung) wurde das Thema Trends, für meine Begrifflichkeit viel zu oberflächlich behandelt, schon damals ergriff ich Eigeninitiative und befragte einen renommierten Trendscout zu diesem Thema.

Dieses Interview über Trendscouting, ließ ich dann prompt in den damaligen Unterricht einfließen und stellte es in dem Fachbereich der Kollektionsgestaltung (Eines meiner Lieblingsfächer, doch leider über 2 von 6 Semestern mit einer überaus falsch gewählten Lehrkraft besetzt) vor. Und auch hier in unserem Modemagazin hat dieses Interview seinen Platz gefunden. Wie auch immer, klärte das Gespräch mit Katrin Host (Trendscout und Journalistin) schon einige Fragen.

Nicht genug, ich bildete mich weiter fort, und musste immer wieder feststellen, dass auch bei jeglichem Engagement kein eindeutiges Bild entsteht.
Selbst in der Fachliteratur ist die Meinung über Trendforschung gespalten und der Begriff Trends wird oftmals verschieden interpretiert.


Trendbook:
Für erste Recherchezwecke empfehle ich das Buch: “Trendforschung” Dem (Mode)-Trend auf der Spur! von Eva Bovenkerk, welches, neben anderen Bezugsquellen auch eine gute Grundlade für diesen Bericht lieferte.
Das Buch „Trendforschung“ stellt, in gut verständlicher Weise, Bedeutungen, Hintergründe und Zusammenhänge da.
Gerade auch für Neulinge auf dem Gebiet der Trendforschung bietet das Buch ein genau passendes Wissensfundament an.


Was ist ein Trend nun eigentlich?

Beginnen wir am Anfang, und setzen die Mode schon in direkte Beziehung zu unserem Thema: Trend:

Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.

Sehr rudimentär! – Dennoch, die Mode(n) war(en) geboren.
Materielle Kulturwissenschaftler gehen davon aus, dass Bekleidungen immer schon ein Instrument für den Aufbau sozialer Beziehungen darstellten, dass Geschlechterrollen und gesellschaftliche Hierarchien, Berufe und Repräsentationszwänge die Menschen von jeher zu Nadel und Faden greifen ließen. Die Geschichte also, ist ein ziemlich unsortierter Kleiderschrank, in den es gilt Ordnung zu bringen.

Hier haben wir bereits die ersten zwei Ansatzpunkte die uns dem Trend ein wenig näher bringen gefunden:

Zum einen die Zeit, worauf bereits das Wort „Trend“ hinweist, denn der Begriff Trend kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet Richtung, Neigung, Tendenz oder Verlauf.

Im engeren Sinne ist unter dem Begriff Trend also der zeitlich messbare Verlauf, einer Entwicklung in einer bestimmten Zeiteinheit in eine bestimmte quantitativ zu- oder abnehmende und/oder qualitative Richtung zu verstehen.

Der andere Ansatzpunkt ist die Beschäftigung mit Voraussetzungen, Abläufen und Folgen des Zusammenlebens handelnder Menschen – Kurz die Soziologie.

In dieser Betrachtungsweise wird ein Trend, als eine gesellschaftliche Entwicklung, deren allgemeine Richtung bekannt ist und in der sich mehrere Abläufe bündeln, welche einen charakteristischen Aspekt der sozialen Wirklichkeit ausmachen, bezeichnet. Dies sind dann komplexe Phänomene der Gesellschaft, die einerseits auf kollektive Veränderungen von Werten deuten. Andererseits beschreiben diese Phänomene aber auch die konsumspezifischen Anpassungsversuche an gesellschaftliche, als auch an kulturelle Veränderungen.

In der Trendforschung werden die Sichtweisen des Begriffs Trend gebündelt und es hat sich trotz verschiedener Interpretationen, und trotz fehlender einheitlicher und allgemeingültiger Definition ein kollektives Verständnis herausgebildet, so dass wir allgemein behaupten könnten:

Trends sind wahrnehmbare Ausprägungen von, oder Indizien für Veränderungen. Zuzüglich zu Verhaltensweisen, Einstellungen, Werten und Bedürfnissen, sollten aber auch, ökologische, technisch-naturwissenschaftliche und ökonomische Umfelder untersucht werden.

Ein Trend, ist also nicht, wie in den gängigen Mode-Journalen, ob online oder offline, eine Sternschnuppe, die in einem Jahr auftaucht und im Folgejahr wieder verschwunden ist. Ein Trend ist also Teil einer komplexen Entwicklung und hat ebenso mit Kontinuität wie mit Innovation zu tun.

Unterscheidung verschiedener Trends

Ebenso komplex wie ein Trend selbst ist, so umfangreich sind auch die unterschiedlichen Trendarten. Doch wie unterscheiden wir den einen Trend von dem anderen ?

Allgemein lassen sich Trends anhand der zeitlichen Ausdehnung, der räumlichen Reichweite und dem Ausmaß bzw. der Schwere ihrer Konsequenzen unterscheiden.

Kriterien für diese Unterscheidung sind:

  • Zeit – Dauer des Trends (Entwicklung – Etablierungsphase – Auflösung)
  • Qualität & Intensität – Anziehungskraft des Trends – Wie viele Anhänger hat der Trend
  • Entwicklungsdynamik – Wie stark und wie schnell vergößert sich die Zahl Anhänger des Trends
  • Dimension – In welche Richtung setzt sich der Trend durch – top-down oder bottom-up
  • Interaktivität & Interaktion – Einfluss auf andere Produkte – Wechselverhältnis zwischen Trend & Wahrnehmung
  • Zielgruppenbestimmung – psychologische & demographische Beschreibung
  • Ausdrucksformen der Trends – wie zeigt sich der Trend in Verhaltensweisen (bspw.Kaufverhalten)
  • Verlaufsstruktur der Trends – im Vergleich verschiedener Messperioden
  • Reaktionen der Trendverläufe – auf zufällige oder gezielte Einflüsse (bspw. eine Krise)

Megatrends



  • Zusammenfassung verschiedener Trends zu einer wichtigen, auf mehrere Jahre hinweg Gültigkeit besitzenden Entwicklung (kulturelle, soziale, technologische & ökonomische Veränderungen).

Hier interessiert, wie sich das gesellschaftliche Zusammenleben oder aber Wirtschaft & Handel und das Verhältnis zwischen Konsumenten und Herstellern entwickelt / verändert.
Megatrends oder auch Gesellschaftstrends erstrecken sich über einen Zeitraum von 5-10 Jahren.

Branchentrends



  • Feinjustierung von Trends für bestimmte Branchen & Marketingaktivitäten.

Dieser Trend, der sogenannte Branchentrend zeigt, wo neue Branchen entstehen und wo die jeweiligen Anforderungen als auch Potentiale liegen.

Konsumtrends



  • stellen Anpassungsversuche der Konsumenten an Veränderungen dar.

Ein Konsumtrend bietet Unternehmen, bei der Entwicklung von Innovationen oder der Optimierung von Produkten Orientierung.

Produkttrends



  • ergeben sich aus den Konsumtrends

Produkttrends werden von einem technologischen & kulturellen Wandel als auch von ästhetischen Trends beeibnflusst und betreffen folglich Produkteigenschaften wie etwa die Funktion, aber auch soziale Anforderungen an das Produkt in der Zukunft.


Wissen um Trends in gebundener Form



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Veröffentlicht in: 09. Trendtalk, Titel-Themen

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7 Responses »

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  6. Sehr interessant die Ausführungen darüber was ein Trend ist. Nur muss ich zugeben, dass ich davon nicht sehr viel verstanden habe. Vielleicht könnte man das ja auch weniger wissenschaftlich erklären. Aber ich finde diesen Blog doch sehr trendy.
    liebe Grüße
    Tonya

  7. der trend ist doch das, was viele auf einmal haben wollen. sozusagen ein selbstläufer. bedenklich finde ich es, wie kinder das schon verinnerlichen. manchmal habe ic hden eindruck, dass es nur noch um geld geht.

    Siegfried Anton Paul

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