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Deutsche Exporte nach Fernost: China Nummer 1

Der chinesische Markt gewinnt für die deutschen Modeunternehmen immer mehr an Bedeutung, stellt die neueste Ausgabe des jährlichen Benchmarking der deutschen Bekleidungsexporte des Modeverbandes GermanFashion fest.

Die Analyse der Absatzmärkte Hongkong und China für 2009 im Vergleich zu 2008 berücksichtigt neben deutschen Exporten auch Ausfuhren aus Italien, Frankreich und UK.

Im Falle Hongkongs gingen die Bekleidungsausfuhren aus den Mitgliedstaaten der EU-15 um 21 Prozent auf € 623,4 Mio. zurück. Die Ausfuhren aus Deutschland brachen um 34 Prozent ein auf € 39 Mio., diejenigen aus dem Vereinigten Königreich um 32 Prozent auf € 41,8 Mio. Die Exporte aus Frankreich fielen um 14 Prozent auf einen Wert von € 129,7 Mio. Italienische Bekleidungsexporteure büßten 15 Prozent ein und kamen damit auf eine Wert von € 368 Mio. Der Anteil Deutschlands an den Bekleidungsexporten der EU-15 nach Hongkong belief sich im vergangenen Jahr auf 6,3 Prozent, der Anteil Italiens lag bei 59 Prozent.





„Hongkong büßt seine Brückenfunktion im Import-Export-Geschäft immer mehr ein. Unsere Mitglieder orientieren sich verstärkt direkt nach China und kooperieren dort vor Ort mit starken inländischen Partnern“, erläutert Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion.

Nach China stiegen die Bekleidungsexporte aus den Mitgliedstaaten der EU-15 2009 um 17 Prozent auf € 279,5 Mio. Das höchste Wachstum konnten deutsche Bekleidungsexporteure mit einem Plus von 44 Prozent auf € 58 Mio. erzielen. Frankreich kam auf einen Zuwachs von 17 Prozent (€ 38 Mio.), Italien auf eine Steigerung von 3 Prozent (€ 134,4 Mio.) und das Vereinigte Königreich auf ein Plus von 2 Prozent (€ 4,4 Mio.). Der Anteil Deutschlands an den Gesamtausfuhren der EU-15 lag im vergangenen Jahr bei knapp 21 Prozent, derjenige Italiens bei 48 Prozent. Wichtigste Warengruppe der Bekleidungsexporte der EU-15 nach China war HAKA (+ 31 % auf € 89,7 Mio.),gefolgt von DOB (+ 38 % auf € 77,5 Mio.) und BODYWEAR (+ 53 % auf € 23,2 Mio.).

„Interessant ist, dass in China nun auch, nach einer langen HAKA-Phase, der DOB-Sektor außerordentlich zulegt. Das lässt den Schluss zu, dass die europäische Mode in China angekommen und angenommen ist,“ interpretiert Rasch weiter.

Betrachtet man die deutschen Exporte insgesamt, so sind die Auswirkungen der Krise durchaus noch spürbar. Denn fünf von sechs Märkte wachsen in 2009 nicht. „In 2010 wird der Exportmotor wieder stärker auf Touren kommen“, meint Thomas Rasch, „wir erwarten ein leichtes Wachstum gegenüber dem letzten Jahr.”

GermanFashion Modeverband Deutschland e.V. vertritt die Interessen der deutschen Modeindustrie, insbesondere der Hersteller von Damen- und Herrenoberbekleidung,Sportswear und Berufsbekleidung.

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Veröffentlicht in: Branchennews

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