Prêt-à-porter

Prêt-à-porter [pr?tap?r'te:; das; französisch; „bereit zum Tragen“]
alta moda pronta
"Die Kleider bestimmter Couture-Kundinnen werden an Puppen geformt, die exakt die gleichen Maße wie diese haben. Alles passiert komplett an der Puppe. Genau deswegen ist das Handwerk eines Couturiers so aufwändig und teuer. Man arbeitet meistens mit Baumwollstoff, der an der Puppe festgesteckt wird. Man legt dort fest, wo die Themen sein sollen, dann zerlegt man den Stoff in Einzelteile. Erst auf dem Tisch entsteht der flache Schnitt aus Papier. Normale Prêt-à-porter-Schnitte werden komplett am Tisch gemacht, das ist der Unterschied."
Im Unterschied zur Haute Couture wird Prêt-à-porter nicht nur für den Catwalk und ein exklusives Klientel erschaffen, sondern auch in genormten Standardgrößen (meist von 36 bis max.42) für die breiten Massen - Sinngemäß könnte man prêt-à -porter ebenso "von der Stange" nennen. Hierbei steht neben klar einem tollen Design, Massentauglichkeit und Produktion im Vordergrund.
Prêt-à -porter entstand in den 1960er Jahren zunächst in England, junge Modedesigner entwarfen Mode die auch für Jugendliche erschwinglich war. Seit 1973 ist das Prêt-à -porter im "Chambre Syndicale du Prêt-à -porter des Couturiers et Créateurs de Mode" organisiert.
Gegensätzlich zur Haute Couture handelt es sich nie um Einzelanfertigungen. Luxuskonfektionierte, von Couturiers und Designern entworfene Mode ist alleridngs immer noch sehr exklusiv und wird ausschließlich in limitierter Stückzahl und nur eine bestimmte Zeit lang in eigenen Ateliers produziert. Was gerade in Zeiten der Globalisierung, in Industrieländern wie Deutschland zu einem sehr teuren Spaß wird.
"Trotz Arbeitsteilung und Einsatz spezialisierter Maschinen bleibt die Konfektion eine verhältnismäßig lohnintensive Branche. Das führte dazu, dass viele Firmen Arbeitsplätze von traditionellen Standorten wegen einer Ersparnis von 20-30% in der Produktion, ins Ausland verlagern."
Die Globalisierung von Modedesign und das Verschwinden von Einzigartigkeit hinter Markenkonzernen haben dazu geführt, dass die Ideen der klassischen Couturiers auf die Prêt-à -porter-Mode wieder mehr Einfluss gewonnen haben.
Einzelstücke und opulente Handarbeiten sind wieder chic geworden, auch als so genanntes Massenprodukt.
Einer der bedeutendsten Designer welche das Prêt-à -porter prägte war Yves Saint Laurent
Er ließ sich neben der Kunst, auch von Jugendkulturen und deren Alltag inspirieren und begründete damit die heutige Streetwear. Mit seiner Prêt-à -porter Linie "YSL Rive Gauche" gelang es ihm eine sich leistbare Alternative zur Haute Couture zu schaffen und setzte damit einen entscheidenden Schritt zur Demokratisierung der Mode.
