Wolle

Zuchtländer der Wolle:
Australien, Argentinien, Großbritannien, Neuseeland, Südafrika
Schafrassen:
1. Merinoschaf/ Merinowolle

Das Merinoschaf vom Römischen Imperium nach Spanien gebracht,
entwickelte sich dort im 6. Jahrhundert die Schafzucht.
Als Ergebnis dieser Zucht wurde die Schafwolle immer feiner.
Letztendlich entstand somit im 14. Jahrhundert das Merinoschaf als
Kreuzung einer kleinen asiatischen Schafrasse und dem afrikanischen Küstenschaf.
Die Wolle des Merinoschafes ist eine sehr feine und dünne Wolle.
Ihre starke Kräuselung sorgt für eine gute Wärmedämmung.
Die Wolle kommt in hochwertigen Kammgarnen in der Oberbekleidung zum Einsatz.
Merke
- feine, dünne, stark gekräuselte Wolle, sehr wärme dämmend
2. Crossbredschaf/ Crossbredwolle:

Crossbredwolle hat unter den Schafwollen die größte Bedeutung.
Sie ist die Zwischenstufe von Cheviotwolle und Merinowolle.
Die Wolle des Crossbredschafs ist eine feine mittelstapelige Wolle.
Die Länge der Haare variiert zwischen 120 – 150 mm.
Allerdings hat sie nur eine mittelmäßige Kräuselung.
Sie ist relativ wärme dämmend und findet ihre Verwendung in
Oberbekleidung wie – (Pullover, Schals,….) sowie bei Heimtextilien
und Knüpfteppiche, Webteppiche,….etc.
Merke
-feine, mittelässig gekräuselte Wolle, relativ wärme dämmend
3. Cheviotschaf/ Cheviotwolle:

Cheviotschafe sind Bergschafe, die ursprünglich aus England stammen,
und die gleichnamige Cheviotwole liefern.
Den Namen haben die Cheviotschafe von Ihrer Herkunft,
den ‘Cheviot Hills’ im schottischen Bergland.
Die englische Rasse hat eine langstapelige und relativ glatte Wolle.
Durch diese glatte Struktur ist sie auch weniger wärmedämmend.
Verwendet wird die Cheviotwolle überwiegend in der Teppichindustrie oder bei technische Anwendungen (Dämm-Material, Bezugsstoffe).
Merke
-englische Rasse, relativ glatte Wolle, weniger wärme dämmend
Wollsorten:
Die Hochwertigkeit der Wolle ist nicht nur von der Rasse des Schafes abhängig.
Auch wird sie durch die Gewinnugsarten
und Herkunftsregion unterschieden.
- Denn frisch geschorene und nicht verwendete Wolle,
ist hochwertigere Wolle als diejenige die von vollendeten Tieren abstammt.Unterscheidung der Gewinnungsarten
1. Schurwolle: vom Schaf frisch geschoren und nicht verwendet
2. Reißwolle: aus Wollabfällen wiedergewonnene Wolle
3. Gerberwolle: Wolle die in der Gerberei anfällt
4. Sterblingswolle: Wolle von Tieren die verendet sindMerke
Als „Reine Schurwolle“ darf nur Schurwolle bezeichnet werden. Alle anderen Arten nur als „Reine Wolle“, solange es 100% Wolle ist. Beim „Combisiegel“ muss der Wollanteil bei mindestens 60% liegen.
Die Wollgewinnung:

Schafe werden 1-2-mal im Jahr geschoren,
pro Schaf ergibt dies 3-7 Kilo reine Wolle, pro Jahr.
Das Wollvlies sollte dabei zusammen hängend bleiben,
damit die Wolle besser sortiert werden kann.
Anschliessend wir die Wolle gewaschen und das vorhandene Lanolin/ Wollfett entfernt.
Die Ausschussware Lanolin – wird z.B. in der Kosmetikindustrie für Kosmetikartikeln wie verwendet.
Durch die Fähigkeit, ein Mehrfaches seines Gewichtes an Wasser aufzunehmen,
und bildet dabei eine Wasser-in-Öl-Emulsion.
Der Faseraufbau:
Die Faserschicht besteht aus spindelförmigen Keratinzellen, die keine Luft in die Faser lassen.
Über den Keratinzellen liegt die Schuppenschicht, sie bewirkt das Filzen der Wolle bei wärme, Bewegung und Feuchtigkeit. Über der Schuppenschicht liegt eine dünne Außenhaut, die Epicuticula. Diese bewirkt, dass Wassertropfen abperlen (hydrophob), Wasserdampf aber wird durchgelassen (hygroskopisch).Merke
Die Epicuticula: Ist die dünne Außenhaut, der Schuppenschicht und dient als hydrophob und hygroskopisch.
Die Bilaterale Struktur:
Hier unterscheidet man in Orthocortex und Paracortex. Bei Feuchtigkeit nimmt dir Orthocortex diese auf und zieht sich zusammen (quillt). Die Paracortex hingegen bleibt beständig und wickelt sich bei Feuchtigkeitseinwirkung um die Orthocortex. Die Kräusellungen der Wolle werden somit im Nasszustand verstärkt. Aus diesem Grund heraus findet auch eine Knittererholung statt d.H. das Wolle wenn sie wieder trocknet in ihre Ursprungsform zurückkehrt.
Die Formbarkeit von Wolle:
Merke
Feuchtigkeit und Wärme spalten die Querverbindungen (Wasserstoff-. und Schwefelbrücken)
Danach ist eine Formveränderung möglich
Durch die Neubildung von Querverbindungen an anderen Stellen wird die neue Form
Stabilisiert
Fasereigenschaften:
Reißfestigkeit:
gering, 10-16 cu/ tex Nasszustand verringertFeuchtigkeitsaufnahme:
Bis max 30% des Trockenwertes, sehr gutKnitterneigung:
Gering wegen hoher ElastizitätChemische Beständigkeit:
Laugen – nicht beständig, vorhandenes Eiweiß denaturiert und die Wolle filzt
Säure – beständig
Oxidationsmittle (Bleichmittel) nicht beständig, Oxidationsmittel zerstören das Wollgewebe
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